Im Paradies heiraten

Wir sind unterwegs auf einem Ausflug ins Paradies im schönen Graubünden. Beim Überqueren des Flüelapasses steigt die Vorfreude auf das anstehende Wochenende im Unterengadin. Das Wetter spielt mit, die Sonne scheint und bei angenehmen 21 Grad fahren wir einem rasenden Velofahrer hinterher den Pass hinunter. Respekt an alle, die mit dem Rad hoch und runter fahren.

Das Tal Richtung Scuol öffnet sich und erstrahlt im satten Grün, von saftigen Wiesen und den bekannten, wohlriechenden Arven (Zirbelkiefer). Der blaue Himmel macht den Anblick schon fast kitschig. Aber so stellt man sich doch das Paradies auch ein wenig vor, oder?

Hotel Paradies Ftan

Angekommen im Paradies Hotel Ftan werden wir herzlich begrüsst und lassen uns das Zimmer zeigen, in welchem wir die nächste Nacht verbringen dürfen. Es ist eine stilvoll eingerichtete, grosse Suite mit Wohnzimmer und Schlafsofa für die Kinder und einem separaten Schlafzimmer für uns Eltern.

Unser Sohn wollte als erstes den auf dem Tischlein wartenden Feldstecher testen, mit dem man den grandiosen Ausblick auf Schloss Tarasp auf der gegenüberliegenden Talseite bewundern und viele Details erkunden kann. Pekka und ich kennen diese Seite gut – da haben wir auch schon Urlaub gemacht. Nämlich auf dem Campingplatz in Scuol. Dieses Mal haben wir es deutlich komfortabler. Wie Ihr aus meinen früheren Hotel-Berichten wisst, muss ich immer als erstes das Kissen testen. Hier im Paradies kann man das Kissen in Grösse, Füllung auf Wunsch individuell auswählen. Ich habe auf Anhieb Glück, das Kissen passt für mich perfekt.

Wir haben vom Schlafzimmer aus einen direkten Zugang in den Garten, den wir auch gleich auskundschaften wollen. Gemütlich steht da eine grosse Schaukel in die man sich reinlegen und die ruhige, besänftigende Umgebung auf einem einwirken lassen kann. Aaahhh, ist das schön hier!

Gerade als wir Erwachsene uns so richtig zu entspannen beginnen, werden wir von den Kindern darauf aufmerksam gemacht, dass es eigentlich an der Zeit wäre, etwas zu essen. Oje die Armen, wir können sie nicht hungern lassen. Auf der Hotel-Terrasse trinken wir einen selbstgemachten Alpenkräuter-Eistee und essen dazu Gemüsechips und ein Plättli mit feinsten regionalen Köstlichkeiten.

Im Paradies heiraten

Das Hotel fühlt sich an wie ein grosses Daheim. Es hat nur 23 Zimmer und Suiten und keines ist wie das andere. Das Personal ist sehr aufmerksam, zuvorkommend und versucht alle Wünsche zu erfüllen ohne jemals aufdringlich zu sein. Okay, vielleicht fühlt es sich eher an wie bei der Grossmutter zu Besuch und nicht wie zuhause.

Das Hotel Paradies präsentiert sich mir wie eine super Hochzeitslocation auf 1.650 Meter über dem Meer auf einem sonnenverwöhnten Hochplateau in dem kleinen Ort Ftan. Dieses malerische Engadiner Bauerndorf scheint bis heute ganz in seiner ursprünglichen Schönheit erhalten. Umgeben von Alpwiesen und endloser Natur, mit Blick auf das grandiose Panorama der Unterengadiner Dolomiten.

Dieser abgelegene Ort ist vor allem perfekt für Brautpaare, die gerne mit der Hochzeitsgesellschaft unter sich bleiben und sich eine individuelle Hochzeitsfeier wünschen. Die Hoteldirektorin höchst persönlich hat jahrelange Erfahrung in der Planung von Hochzeiten und unterstützt Euch gerne bei der Verwirklichung Eures ganz persönlichen Hochzeitstraums.

Ich empfehle Euch auf jeden Fall, ein paar Tage dort oben mit Euren Gästen zu verbringen – da gibts so einige schöne Flecken zu entdecken. Wie zum Beispiel die hauseigene Spa-Landschaft, die ich und Pekka auf jeden Fall geniessen wollten. Wir beide als erfahrene Saunagänger empfanden die Hitze und Luftfeuchtigkeit als perfekt. Der Weg zum Abkühlen über die Wendeltreppe mit dem wohlriechenden Duft von Arvenholz und die anschliessende Aussicht von der Dachterrasse haben das ganze noch getoppt! Leider konnten wir, aus zeitlichen Gründen, die holzbefeuerten ‚Dutchtub‘-Wanne auf dem Dach nicht ausprobieren. Aber wir kommen bestimmt wieder und planen dann genügend Zeit ein, ein Bad unter dem Sternenhimmel zu nehmen. Jawohl!

Erlesene regionale Spezialitäten kosten

Am Abend, bei einem Glas Champagner haben wir die Speisekarte mit den erlesenen Spezialitäten aus der Region hoch und runter gelesen. Wofür soll ich mich bloss entscheiden? Geht es Euch manchmal auch so? Die Karte kann noch so klein sein, man möchte trotzdem am liebsten von allem kosten. Auch die Kinder hatten zwei schwierige Aufgabe: erstens durften sie ihr Essen nicht von einer Karte aussuchen sondern „mussten“ ihr Lieblingsessen wünschen. Nudeln mit Tomatensauce. Und zweitens, mussten sie diese ohne Hast und mit Besteck essen. Aber auch diese Aufgabe meisterten sie wie zwei kleine Profis.

Ausnahmsweise haben wir uns dieses Mal für die fleischhaltige Variante entschieden, da wir schon so viel Gutes von der Metzgerei aus der direkten Nachbarschaft gehört haben. Ludwig Hatecke, der erfolgreiche Metzger­meister und Fleisch­künstler aus Scuol, hat mit dem Paradies-Küchenchef zusammengespannt und verfeinert nun mit seinem Können die saftigen Fleisch­spezialitäten aus Hateckes Metzgerei raffiniert in allen Varianten.

Abgerundet wurde unser Festessen mit einem köstlichen Wein aus dem gut bestückten Weinkeller. Zum Abschluss wurden wir auch noch vor die schwierige Wahl gestellt uns eines der leckeren saisonalen Nachspeisen zu naschen, welches direkt auf einem kleinen Wagen zu unserem Tisch gefahren kam. Nach all diesen schweren Entscheidungen mussten wir noch raus ein wenig den Kopf  lüften und die Füsse vertreten, bevor wir zufrieden uns unter die Bettdecke einkuscheln können. Zum Abschluss dieses wunderbaren Tages wurden wir mit einem wunderschönen wolkenverhangenen Abendrot inmitten dieses grandiosen Bergpanoramas belohnt.

Nach der Rückkehr unseres Abendspazierganges hat uns der Duft des frisch aufgebrühte Tee im Schlafzimmer willkommen geheissen. Was für eine schöne Überraschung!

Am nächsten Morgen blitzten die ersten Sonnenstrahlen in unsere verschlafenen Gesichter. Es ist glaube ich Zeit aufzustehen. Wie wunderbar haben wir hier geschlafen. Ausgeruht gings nun zum Frühstück. Draussen auf der Terrasse inmitten dieses wunderschönen Bergpanoramas den ersten Kaffee zu trinken fand ich sehr gemütlich. Einzig bei der Kleiderwahl bei diesen Temperaturen war ich ein wenig überfordert. Zudem musste ich auch noch schauen, dass ich mich nicht auch noch verbrenne bei diesem schönsten Sonnenschein. Letztendlich habe ich mit eingecremtem Gesicht, der Sonnenbrille auf der Nase und mit einem langärmligen Pulli zu Morgen gegessen. Die Auswahl an regionalen Leckereien hat sich wieder durch das ganze Frühstücksbuffet gezogen. Zudem durfte man dem Personal seine persönlichen Wünsche mitteilen, die sie aufmerksam erfüllten.

Leider ist es jetzt auch schon an der Zeit auf Wiedersehen zu sagen, denn wir wollen den restlichen Sonntag noch ein wenig Abenteuer mit unseren Kindern in der näheren Umgebung erleben. In Scuol wollen wir noch eine Trottinett-Tour machen.

Vielen Dank an das ganze Paradies-Hotel-Team inklusive der Direktorin Meike Bambach für die entspannte Zeit in ihrem fünf-Sterne „Hide-Away“! Mit Vorfreude planen wir schon den nächsten Weekend-Ausflug, aber dieses mal nur für uns zu Zweit!

 

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Kategorien:
Reisen

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