Destination Wedding: Im Ausland heiraten – Frankreich

In Frankreich zu heiraten wäre Neslihan selber nie in den Sinn gekommen. Ihr Verlobter hat aber vorgeschlagen, eine Location im Burgund zu suchen, die sie durch gemeinsame Trips bereits ins Herz geschlossen hatten. Und so haben sie im Burgund ein wunderschönes Château gefunden, das ihren Ansprüchen & Bedürfnissen gerecht wurde. Bei der Planung einer Destination Wedding kommen einige organisatorische Hürden auf einen zu. Wer sich dieser Herausforderung stellt, der kann genau das Fest feiern, so individuell, wie man sich das vorgestellt hat.

Als ich die Bilder der Hochzeit von Neslihan & Hugues auf ihrem Instagram Account gesehen hatte, habe ich sie umgehend angefragt, ob sie Lust hätte ihre Hochzeit auf stylehaeppchen.ch zu zeigen. Neslihan und ihre Freundin Mi-Ji führen selber schon seit 2008 einen Blog. Auf STYLESEEKING ZURICH schreiben sie über alle Lifestyle Themen die wir Frauen so lieben: Beauty, Interior, Kitchen Heals Souls, Fashion und Travel. Ich kann Euch einen Besuch wärmstens empfehlen!

Vielen Dank liebe Neslihan für das ausführliche Beantworten meiner Fragen zur Hochzeitsplanung einer Destination Wedding. Lasst Euch inspirieren von den ersten Bildern der wunderschönen, orientalisch angehauchten Hochzeit in Frankreich…

Das Brautpaar

Weshalb habt Ihr Euch entschieden im Ausland zu heiraten?

Eigentlich wollten wir unser Hochzeitsfest im Jura feiern, wo wir mittlerweile seit über 3 Jahren wohnen. Als wir mögliche Locations besucht haben, war uns schnell klar, dass wir in der Gegend nicht fündig werden würden, sei dies aus ästhetischen Gründen oder der mangelnden Grösse der Säle. Mein Verlobter hatte die Idee, in Frankreich zu schauen. Wir waren schon zwei Mal im für uns relativ nahen Burgund, und die Region hatte es uns angetan mit ihren malerischen Dörfern und der reizvollen Landschaft. Wer ans Burgund denkt, der denkt unweigerlich an guten Wein und natürlich an Châteaux. Ich hatte nie den Traum einer Schlosshochzeit, so war es mir auch wichtig, dass unsere Location weder zu mittelalterlich noch prinzessinenhaft sein sollte. Nachdem wir etwa 4-5 Châteaux besucht haben, fiel unsere Wahl auf ein renoviertes Herrenhaus mit einer riesigen Grünanlage.

Was war schwierig bei der Organisation?

Eigentlich nicht viel. Bei uns waren keine sprachlichen Barrieren da, und die Nähe zum Burgund bedeutete, dass wir vor unserer Hochzeit insgesamt 3 Mal in die Region gereist sind. Das schwierigste war wohl der Transport sämtlicher Deko, da wir die Location selbst geschmückt haben.

Wie viele Gäste hattet Ihr eingeladen und wie viele haben den weiten Weg tatsächlich auf sich genommen um an Eurem schönsten Tag dabei zu sein?

Wir hatten ca. eine 90% Zusage, was uns sehr gefreut hat. Insgesamt sind 115 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz und der Türkei angereist.

Gab es im Anschluss an die Bekanntgabe Eurer Destination Wedding kritische Kommentare? Hattet Ihr viele Diskussionen mit Euren Angehörigen?

Überhaupt nicht, oder zumindest nicht, dass wir davon wüssten. Für viele war es einfach sehr aussergewöhnlich. Ich dachte, Destination Weddings seien nichts Neues, aber, wenn ich es mir recht überlege, war ich auch noch nie an einer Hochzeit, die nicht am Wohn/Heimatort von einem der Brautpaare stattfand.

Hattest Du Neslihan irgendwann bei der Hochzeitsplanung einen sogenannten Bridezilla-Moment? Weshalb und was hat Dir geholfen darüber hinweg zu kommen?

Ich habe einen Hang zum Perfektionismus, und habe deshalb wenig an Aufgaben an Personen/Dienstleister delegiert, die ich nicht vorher kannte. Zum Beispiel habe ich mein Haar und Make-up selbst gemacht. Trotz der Möglichkeit von Probeterminen wollte ich mich auf dieses „Abenteuer“ nicht einlassen. Meiner Trauzeugin und Schwester vertraue ich blind, so war es denn auch sie, die sich um fast alle Deko-Elemente gekümmert hat. Einen wirklichen Bridezilla Moment hatte ich eigentlich nie.
Knapp 4 Stunden vor unserer freien Zeremonie war ich auf den Knien den weissen Läufer am Ausrollen. Da wurde mir bewusst, dass ich zu viel mithelfen und unter Kontrolle haben wollte, und hatte laut meinen Verlobten meinen einzigen Bridezilla Moment. Mich zurückzuziehen, kurz zu meditieren und entspannende Musik zu hören, hat mir enorm geholfen.

Ihr habt Euch für eine Location in Frankreich entschieden. Warum gerade diese Destination?

Uns ging es in erster Linie darum, trotz allem nicht zu weit von unserem Wohnort zu sein. Praktisch alle Gäste konnten mit dem Auto anreisen. Warum es genau das Château de Saulon wurde: Dieses Herrenhaus erfüllte unser grösstes Kriterium: Wir wollten ein ganzes Wochenende mit unseren Gästen an einem Ort verbringen. Gänzlich privatisierbar, eine fabelhafte Grünanlage mit einem kleinen Bach und einem Weiher boten uns den idealen Rahmen für unser Fest.

Was empfehlt Ihr zukünftigen Brautpaaren bei der Planung einer Destination Wedding?

Wir finden, dass es die ganze Vorbereitungszeit viel besonderer gestaltet, wenn man sich die Zeit nimmt, gemeinsam mögliche Orte zu besuchen, sich den grossen Tag auszumalen. Bei jedem unserer Kurztrips an die Location vor unserer Hochzeit waren wir zwar mit To-Do-Listen ausgerüstet und hatten viel zu erledigen, dennoch fühlten sich diese Wochenden wie Mini-Pre-Moons an.

Im Burgund gibt es viele Locations, bei dem man sehr viele Dienstleister dazu organisieren muss (Caterer, Mobiliar etc.). Sich für eine Location zu entscheiden, die vieles bereits abdeckt, erleichtert die Planung enorm.

 

 

Vielen lieben Dank Neslihan & Hugues für das ausführliche Beantworten meiner Fragen.

Neslihans Blog: STYLESEEKING ZURICH

Neslihans Instagram Account: www.instagram.com/nesdem/

Bilder: Sebastien Boudot Photography

Ps. Demnächst darf ich Euch die ganze Hochzeit von Neslihan & Hugues zeigen – ich freue mich schon sehr darauf. Ihr wollt doch sicher mehr davon sehen, oder?

Kategorien:
Planung

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